Li-Dia - Lipide und Diabetes


ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem

 

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf 

Institut für Biochemie und Molekularbiologie II: Molekulare Zellbiologie,

Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie,

Institut und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

 

und der

 

1. Medizinischen Abteilung der Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg




 

Zentrales Thema:
Molekulare und epidemiologische Zusammenhänge zwischen Lipidstoffwechsel, Insulinresistenz und Diabetes
 



Hintergrund:

Die weltweit steigende Anzahl übergewichtiger Menschen und das mit der Gewichtszunahme erhöhte Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken, lässt eine Adipositas- und Diabetesepidemie auch für Deutschland befürchten. Veränderte Ess- und Lebensgewohnheiten tragen dazu bei, dass bereits Kinder von dieser bisher als Altersdiabetes bekannten Stoffwechselstörung betroffen sind. Aufgrund mangelnder Insulinwirkung (Insulinresistenz) geht der Typ 2 Diabetes nicht nur mit erhöhtem Blutzucker, sondern bereits in einem sehr frühen Stadium mit zu hohen Blutfetten (Lipidwerten) einher. Die Insulinresistenz beeinträchtigt vor allem die Nahrungsverwertung, speziell die Verstoffwechselung von Zucker und Fetten. Hierdurch ist das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, deutlich erhöht. Der genaue Zusammenhang zwischen Insulinwirkung und Lipidstoffwechsel im Körper ist noch weitgehend unverstanden. An dieser Stelle setzen die Untersuchungen des Projektes an.

Ziele:

Ziel des Projekts ist die Entdeckung früher Abweichungen im Bereich der Blutlipide bei der Entstehung der Insulinresistenz. Die Erkennung erster Veränderungen im Lipidstoffwechsel soll helfen, krankheitsbezogene Biomarker zu finden und damit eine effektive Prävention durchführen zu können. Außerdem werden durch die Biomarker potentielle Wirkorte für neue Medikamente erkennbar. Die Ergebnisse eröffnen neue Wege für Diagnostik und Therapie der Insulinresistenz und des Typ 2 Diabetes. Das Projekt stellt eine direkte Verbindung zwischen biomedizinischer Forschung und klinischer Anwendung her. In diesen Prozess wird die forschende Pharmaindustrie als Kooperationspartner mit eingebunden.

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Seite zuletzt geändert am: 11.11.2010, 14:25 von Sigrun Schmid